Brille ade – 1 Woche nach meiner ICL Augen-Operation

Brille ade. Nach langem Überlegen habe ich es nun wirklich gewagt und mir meinen Augen operieren lassen. In diesem Beitrag erzähle ich dir von den Voruntersuchungen und wie es mir jetzt eine Woche nach meiner ICL Augen-Operation geht.

Warum bin ich das Risiko einer Augenoperation eingegangen?

Ich bin nie für meine Brille gehänselt worden, auch nicht als Kind und in meiner Leistungssportzeit habe ich eigentlich nur Kontaktlinsen (weiche Monatslinsen) getragen. Aber in den letzten 10 Jahren hat sich viel verändert. Mittlerweile habe ich – 8 Dioptrien (kurzsichtig) und vertrage meine Kontaktlinsen nicht mehr. Ich konnte sie zwar im Training für ca. 2 – 3 Stunden tragen, danach wurde es dann aber immer sehr unangenehm und an manchen Tagen ging es gar nicht. In der Arbeit funktionierten die Kontaktlinsen auch nicht, da ich sehr viel am Computer sitze. Am Rechner zwinkert das Auge weniger und so wird die Kontaktlinsen nicht ausreichend befeuchtet. Fühlt sich dann wie Sand im Auge an.

Leider machten auch meine Brillen in den vergangenen Jahren Probleme. Durch die hohe Dioptrien-Zahl wird alles sehr verkleinert, was zur Folge hatte, dass mir oft schwindlig war, ich aufgrund der verschobenen Größenverhältnisse immer öfter eine Treppe hoch fiel… Gott sei Dank nicht runter, hätte böse ausgehen können. Die Brillengläser waren zwar die dünnsten, die ich bekommen konnte, trotzdem war das Gewicht auf der Nase störend und erzeugte Kopfschmerzen.

Bisher habe ich mich nicht an eine Augen-OP getraut, weil die alten Methoden (LASIK und Femto-LASIK) sehr viel am Augen schneiden und dadurch auch die bleibenden möglichen Komplikationen nicht ohne sind. Vor einem Jahr hat eine Arbeitskollegin ihre Augen mit einer neuen Methode lasern lassen und ist bissher sehr zufrieden. Seit diesem Zeitpunkt geisterte die Idee immer mehr in meinem Gehirn umher.

 

Vor einem viertel Jahr habe ich dann Bericht der Bloggerin Karin von InnenAussen gelesen und war von der neuen S.M.I.L.E-Methode begeistert. Endlich eine minimalinvasive Methode, die ich mich trauen würde. Nach einiger Überlegungszeit machte ich mir in der Augenklinik einen Beratungstermin. Einfach mal fragen, was und ob es bei mir überhaupt möglich ist.

 

Mein Beratungstermin in der Augenklinik. Können meine Augen überhaupt gelasert werden?

Beim ersten Termin wurde meine Augen getestet: Dioptrien-Zahl, Augendruck, Dicke der Hornhaut, Hornhautverkrümmung. Beim anschließenden Beratungsgespräch wurde mir dann eröffnet, dass die S.M.I.L.E.-Lasermethode bei mir nicht möglich wäre, da meine Hornhaut für einen Ausgleich meiner 8 Dioptrien zu dünn sei. Ich war wirklich sehr enttäuscht.

Der Augenarzt erklärte mir dann jedoch, dass es für Patienten mit hoher Fehlsichtigkeit eine andere Lösung gäbe. Als er mir von der ICL, also implantierbaren Kontaklinsen, erzählte, bekam ich große Augen, denn davon hatte ich noch nie gehört. Mir war bekannt, dass beschädigte körpereigene Linsen durch künstliche ersetzt werden, damit der Patient wieder sehen kann, aber nicht, dass zusätzlich zur eigenen Linse noch eine künstliche zwischen Iris und Linse eingesetzt wird. Das waren richtig viele Informationen, die ich erst einmal sacken lassen und mit meinem Mann besprechen musste. Nach ein paar Tage drüber schlafen entschied ich mich dann dafür und machte den Termin für die große Voruntersuchung für die anstehende OP aus.

Bei dieser großen Untersuchungstermin wurden dann meine Augen nochmals ganz genau getestet, da die Werte für die künstlichen Linsen festgelegt werden mussten. Die beiden OP-Tage (pro Tag ein Auge) machte ich auch aus und legte sie in die letzte Urlaubswoche, damit mein Mann in der Zeit mir helfen kann.

Die Operation

Hier muss ich wirklich jedem die Angst nehmen. Denn…

  • es tut wirklich nicht weh.
  • das OP-Auge ist getropft, dadurch unbeweglich, sieht nichts mehr und wegen der OP-Lampe so geblendet, dass ich wirklich nichts mehr gesehen habe.
  • über einen Zugang wurde ich in einen Art Dämmerschlaf gelegt und mir war echt alles egal.

Nach der OP ist das Auge mit eine Klappe zugeklebt, tut nicht weh und man wird mit Tropfen und der Begleitperson nach Hause entlassen. Jede Zahnsteinentfernung beim Zahnarzt ist bedeutend unangenehmer.

Zu Hause habe ich viel geschlafen und konnte am nächsten Tag in der Früh den Verband abnehmen. Anschließend musste ich mein Auge tropfen und machte mich für die nächste OP am linken Auge fertig. Hierbei lief es genau so ab.

Wie geht es mir eine Woche nach der Augen-OP?

In der Broschüre stand, dass ich bereits drei Tage nach der OP wieder arbeiten könne. Dem kann ich nicht so ganz zustimmen, denn ich habe schon bis ca. Samstag gebraucht (OP-Tage Montag/Dienstag), bis ich mich wirklich wieder gut fühlte. Das lag aber wahrscheinlich an meinen Kopfschmerzen, die mich durch den aktuellen Wetterwechsel Mitte der Woche quälten. Auf jeden Fall würde ich mir wirklich eine Woche Zeit zum Regenerieren geben und nicht vorher schon arbeiten gehen.

Die Augen sind gerade in den ersten Tagen sehr lichtempfindlich und auch mit Sonnenbrille und verdunkelten Räumen fand ich es für die Augen anstrengend. Jetzt eine Woche nach der OP sehe ich bei hellen Lampen die prophezeiten Lichtringe, die sich aber noch weiter legen werden.

Am Dienstag, also eine Woche nach der OP habe ich meinen 7 Tage Check und bin schon gespannt. Für mein Gefühl sehe ich schon sehr gut. Am Mittwoch nach den OPs wurde ja nochmals meine Augen kontrolliert und die Sehfähigkeit war da auch schon voll da.

 

Follow on Bloglovin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.