Story | Starnberg vs. München oder: Wenn mein Mann entscheidet und Kytta-Salbe als Wundermittel

Da ich diese Woche Urlaub habe, mein Mann jedoch noch Montag/Dienstag arbeiten musste und in Starnberg einen Termin hatte, habe ich ihn begleitet. Geplant war, dass ich, während er beim Kunden ist, mich durch Starnbergs Shoppingwelt wühle… Weder das Wetter war toll, noch gab es interessante Geschäfte. Zwei Stunden sollte ich jedoch problemlos irgendwie über die Runde bekommen. Anschließend wollte ich noch an den See, um ein paar schöne Fotos zu machen. Wie gesagt, das war der Plan.

Nachdem ich dann doch noch einen Benetton-Laden gefunden und dort auch eine schöne Bluse und Tasche erstanden habe, war der Vormittag gerettet. Ein bisschen noch in Buchläden gestöbert und mich in eine wunderhübsche Schmuckschachtel verliebt, holte mich mein Mann dann gegen Mittag ab. Ab diesem Zeitpunkt nahm das Rätsel seinen Lauf. Ich stieg in unser Auto (mein Schatz hatte noch einen wichtigen Kunden am Telefon), versuchte so leise wie möglich, die raschelnden Shopping-Tüten auf der Rückbank zu verstauen und lehnte mich zurück – in dem Glauben, dass wir jetzt zu Seeufer fahren würden – Fotos machen und so.

Doch irgendwie gab mein Mann Gas und entfernte sich von Minute zu Minute vom Starnberger See. Da er immer noch ganz wichtig telefonierte konnte ich ihn auch nicht fragen, was er denn da machte. Als wir dann auf der Autobahn waren, wurde mir der neue Plan eröffnet: Starnberg ist tote Hose, da kann man nicht richtig Bummeln und Shoppen, darum fahren wir jetzt nach München rein. Eigentlich hatte ich ja schöne Starnberg-See-Bilder für euch geplant. Satz mit X, war wohl nix. Deshalb hier ein paar Schnappschüsse mit dem Handy und Fotos, die ich diesen März gemacht habe, als ich zu einer Fortbildung für ein paar Tage in einem Starnberger Kloster war.

Auf dem Weg in die Münchner City schauten wir noch beim Triumpf Outlet (befindet sich im Hasenbräu Verwaltungsgebäude) vorbei, das die Arbeitskollegin meines Mannes empfohlen hat. Ihr werdet es kaum glauben, aber ich bin mit einem Ausnahmeexemplar eines Ehegatten verheiratet, denn: Er geht wirklich gerne mit einkaufen, stöbert mit mir stundenlang durch Geschäfte und kennt sich mittlerweile in der Schuh- und Taschenwelt genauso gut aus, wie wir Frauen. Wir haben zwar ein paar nette Stücke von Triumpf gefunden, jedoch war ich schon etwas enttäuscht. Zum Einen habe ich mit einer größeren Verkaufsfläche gerechnet und dann war es meistens so, dass zwar der BH in meiner Größe da war, aber kein Höschen oder umgekehrt. Ein vollständiges und passendes Set war da wirklich eine Herausforderung. Die Wäsche war preislich ca. um ein Drittel günstiger, als im Laden.

Danach fuhren wir zum Oberpollinger Parken und glühten uns anschließend durch die Taschenstraße im Erdgeschoss. Wer schon einmal im Oberpollinger war, kennt die Geschäfte: Hier gibt es alles von Fendi, MCM, Gucci, Prada, Miu Miu und Louis Vuitton… wo wir uns dann auch bildlich gesprochen „an der Schaufensterscheibe die Nasen platt drückten“ und uns ein paar traumhafte Taschen zeigen ließen (wir haben uns beide in ein wunderschönes Stück in Creme und Dunkelrot verliebt *tief seufz*).

Nach so viel Schönheit trieb uns der Hunger zum Augustiner. Hier haben wir einen wirklich essentiellen Tipp: Setzt euch niemals an den Tisch neben der Dessertausgabe, denn wenn ihr mit eurem Hauptgang fertig seid – euch euren satten Bauch reibt – werdet ihr verzweifeln, sobald besagter Nachspeisenkoch einen Teller mit frisch dampfenden Kaiserschmarrn auf den Tresen stellt und ihr mit weit aufgerissenen Augen den Duft inhaliert. Die reine Folter, wenn man so satt ist, dass nicht einmal ein Bissen davon geht.

Unter dem Deckmäntelchen des Verdauungsspaziergangs schlenderten wir noch Richtung Zara, weil das Münchner Geschäft viel größer als unseres ist. Leider landete nichts in einer Einkaufstüte, da die wenigen Teile, die meinem Mann und mir gefallen hatten von schlechter Qualität waren. Mies verarbeitete Nähte und schief-zuppelige Schnitte kommen einfach nicht gut an und sind dann auch das Geld nicht wert. Ich habe bereits einige Stücke von Zara und scheinbar bisher Glück gehabt. Auf dem Rückweg zum Auto schauten wir noch im Forever21 vorbei. Ich habe auf vielen Blogs schon schöne Klamotten und Accessoires von Forever21 gesehen, aber leider war ich von den drei Stockwerken sehr enttäuscht. Bis auf die Außenfassade gab es dort nichts Beeindruckendes. Stopp, eine Sache hat sich in mein Gedächtnis gebrannt: der stechenden Plastikgeruch der Billigschuhe. 20 Euro sind für Pumps wirklich ein fairer Preis – denkt man – jedoch wenn man schiefes Kunstleder und verschmierten Kleber sieht, sind sogar besagte 20 Euro zu viel.

Abschließend möchte ich noch eine lustige Anekdote des letzten Abends zum Besten geben. Ihr kennt doch bestimmt die Kytta-Salbe („Indianer kennen keinen Schmerz“), die man in verspannte Muskeln einmassiert. Es gibt sie in zwei Varianten: einer wärmenden und einer kühlenden – ich habe die wärmende. So, also, gestern Abend habe ich mir die Schulter eingerieben, anschließend wohlweißlich die Hände gewaschen… Scheinbar nicht gut genug. Denn danach habe ich mir das Gesicht mit meiner Nachtpflege eingeschmiert. Wusstet ihr, dass das Gesicht dann auf einmal ganz heiß wird und anschwillt? Vorteil: Die Haut ist anschließend prall wie ein Apfel – die Backen und der Rest auch ebenso rosig…. oder rot und jegliche Falten sind weg. Als ich heute meinem Mann dann von diesem nächtlichen Erlebnis erzählt habe – als es mir passiert ist, hat er schon geschlafen – meinte er mit einem verschmitzten Grinsen nur so „Du hast heut auch gar keine Augenringe, so wie gestern.“ Also, Kytta-Salbe ist sehr flexible und vielseitig verwendbar. Neben Verspannungsschmerzen lindert es auch Fältchen und verleiht einen strahlenden, wenn auch roten Teint.

 

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12 Responses to “Story | Starnberg vs. München oder: Wenn mein Mann entscheidet und Kytta-Salbe als Wundermittel”

  1. Aber hallo, das ist doch ein super „Ersatz-Programm“ für einen Ausflug an den Starnberger See, oder nicht 🙂 …?! – Liebe Grüße aus Wien,

    Katja

    http://www.collectedbykatja.com

    • Joella · Antworten

      Jap, rückblickend darf ich mich gar nicht beschweren, war trotz und gerade wegen dem neuen Plan ein super Tag 😀

  2. Klingt nach einem tollen Tag 🙂

    http://coco-colo.blogspot.de/

  3. Im Oberpollinger war ich leider noch nie ^^

  4. lovely pictures!:)♥ love the winter atmosphere!

    http://www.lorietta.cz

  5. Zumindest kann man in München noch recht gut shoppen… 🙂 Im Oberpollinger findest du mich auch ständig – hier finde ich einfach immer etwas!

    Liebe Grüße aus München,

    Vanessa
    http://www.pureFASHION.tv

    • Joella · Antworten

      Vor allem finde ich den Oberpollinger strategisch super zum Parken. Alles schön in Laufnähe, auch in Pumps 😀

      Liebe Grüße Joella

  6. Aber vielleicht hast Du in Starnberg ja gar nicht so viel verpasst, liebe Joella, denn ich finde es da irgendwie gar nicht immer soo toll, da habt Ihr es Euch in München doch dagegen richtig gut gehen lassen!

    Und vielen Dank für den Tipp mit Deiner „Zaubersalbe“ 😉

    Alles Liebe von Rena

    http://www.dressedwithsoul.blogspot.de

  7. wundervolle bilder <3

  8. […] Dienstag: Starnberg-Ausflug – Der ganze Tag in “Starnberg vs. München oder: Wenn mein Mann entscheidet und Kytta-Salbe als Wundermittel&#822…. […]

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